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Filme auf Gut! Branderhof (für alle Interessierten)

Wann: Freitag 12.10.2018 19:00-21:00
Typ: Allgemein
Ort:
Teilnehmer:

Hans van Manen "... wenn ich ein Ballett am Tag machen könnte" 

Tanz-Dokumentarfilm 1999, 60 Min. Ulla C. Grohs

Der Film wurde im Sommer 1999 als beispielhafter deutscher Tanzfilm neben einer Produktion von Wim Wenders im Goethe-Institut New York im Rahmen der „Museum Mile“ aufgeführt.

Eine Einführung erfolgt durch die Regisseurin des Films, Ulla C. Grohs (Mitglied des Vereins), die viele Hintergrundinformationen zu Inhalten und Entstehungsgeschichte anbieten kann.

Diese filmische Annäherung an eine aussergewöhnliche Persönlichkeit und sein herausragendes künstlerisches Profil soll den Zugang zum Tanz in der Kunst für ein breites Publikum anregen. Durch ausgewählte Tanzstücke verschiedener Schaffensperioden zeigt der Film eine fragmentarische Retrospektive zum Werk van Manen’s.

In der internationalen Kritik gilt Hans van Manen als der „revolutionäre Klassiker“, der seit mehr als 50 Jahren die Tanzbühnen der Welt erobert und in der Nachfolge des legendären Balanchine Tanzgeschichte gemacht hat. Es gelang ihm ein meisterlicher, stilbildender „Spagat  zwischen Spitze und Stöckelschuh“. Sein Werk mit über 120 Stücken wird getanzt von mehr als 40 klassischen und modernen Tanz-Ensembles rund um die Welt. Zu den deutschen Tanzbühnen hat der Meister ein besonders intensives Verhältnis gepflegt.         

In dem klassisch dokumentarischen Ansatz erklärt der Film sich nicht aus wissendem Kommentar-Text, sondern aus dem sichtbaren künstlerischen Schaffen van Manen’s, seinen Aussagen und Handlungen und aus seiner Umgebung (Tänzer, Mitarbeiter, Freunde). Ein Netz sehr persönlicher Äußerungen des Meisters verknüpft die Film-Sequenzen zu einem eingehenden Portrait eines eindrucksvollen Künstlers.      

Die Vielzahl der dargestellten Ballette wurde möglich durch einen deutlich verkürzenden, aber wichtige Elemente der Stücke aufgreifenden, kreativen Filmschnitt. So entstand jeweils eine kurze neue Musik- und Tanz-Creation. Dabei wurde jedoch bewusst die ursprüngliche van Manen’sche Komposition zwischen Musik und Bewegung erhalten, so dass die Tanz-Sequenzen in ihrer filmischen Montage authentischen „van Manen-Tanz“ zeigen. Eine dramaturgische Ausnahme hiervon ist der Vorspann, den die Leitmusik treibt, die auch den Nachspann trägt.  

Das musikalische Leitmotiv wählte die Autorin aus dem Kino-Film TANGO-LESSON von Sally Potter, der Hans van Manen besonders begeisterte. Zwischen van Manen und Astor Piazolla entstand eine künstlerische Freundschaft als van Manen begann, nach dessen Tango-Kompositionen mehrere Tanzstücke (wie auch „Zero Hour“ in diesem Film) zu choreografieren. 

 

Allgemeine Informationen finden Sie hier.

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